Keyboarder tief verwurzelt in den 80ern mit einer Obsession für Sounds.
Paul, geboren in Wien irgendwann tief im 20. Jahrhundert, erlebte seine Adoleszenz von 1979-1985, das heißt ein echtes Kind der 80er. So hat er, der ab seinem siebenten Lebensjahr Klavierunterricht erhalten hat, die Stimmung dieser Zeit und damit die Musik in sich aufgesogen. Das Genre war ihm egal, Hauptsache es ist neu und spannend. Und daher hört er alles, von Queen bis Toto, von Gary Numann bis Sigue Sigue Sputnik, von Depeche Mode bis Duran Duran, von Marillion bis Saga.
Seine Leidenschaft bei alle dem bleibt der Jazz. Und so macht er sich 1988 auf nach Kärnten, um als Barpianist seinen Lebensunterhalt zu verdienen und nebenher weitere Projekte verfolgen zu können (diverse Studio-Jobs und CD-Produktionen, eigenes Studio). Ab Mitte der 90er-Jahre war absehbar, dass mit der Barmusik nicht mehr genug zu verdienen war und Kärnten auch nicht viel zu einer Zukunft beitragen wird können. Auch war mit realistischer Einschätzung mit dem Ton-Studio kein Geld zu verdienen, daher erfolgte ein Umzug nach Wien.
Von da an ging es wieder bergauf. Zum Brotjob als Grafiker beschäftigt, waren nun Zeit und Ressourcen frei für mehr Jazz, neben einem kleinen Ausflug in die EDM. Dann kam 2003.
Beschwerden, die schon über längere Jahre spürbar waren, wurden wirklich zur Behinderung, die Diagnose – rheumatoide Arthritis. Was das bedeutet will hier nicht weiter erläutert werden, jedenfalls war es ihm erst 16 Jahre später wieder möglich Klavier und Keyboard zu spielen. Also wieder üben, Technik umlernen und mit aktuellen Synthesizern arbeiten für’s Sounddesign.
Und da stehen wir also.
Dank der leichten Verfügbarkeit älterer Technologien und des Wissens von rund 40 Jahren 80er-Jahre lässt sich ein (Jugend-)Traum in Erfüllung bringen, Musik der 80er so authentisch wie möglich live zu reproduzieren, sprich, in einer Band auf der Bühne.
Also viel hat er nicht falsch gemacht.